Netzwerktreffen

Der Verein Zukunft (er-)leben hat in Kooperation mit der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Herzstück der Veranstaltungsreihe ist das Vernetzungstreffen für Solidarische Landwirtschaft in Österreich am Samstag im Kunsthaus Köflach.

 

Solidarische Landwirtschaft steht für eine Form der Produktion und Verteilung von Lebensmitteln, die die Menschen ins Zentrum stellt. Verbraucher werden zu Partnern oder Mitgliedern eines Hofes und unterstützen durch jährliche Kooperationen und direkte Zahlungen die Bäuerinnen und Bauern. Dadurch kann das Risiko von widrigen Witterungsbedingungen oder schwierigen strategischen Entscheidungen am Betrieb von vielen mitgetragen werden – der Landwirt steht nicht alleine da.

 

Die regionale „Solidarische Landwirtschafts Kooperative“ (solako.at) vom Edlerhof in Edelschrott und Biohof Oswald in Hartberg ist ein Beispiel dafür, wie so eine solidarische Landwirtschaft funktionieren kann. In Österreich gibt es zur Zeit knapp 30 solcher Kooperationen zwischen Konsumenten und Produzentinnen, seit 2010 der Gärtnerhof Ochsenherz bei Wien damit gestartet hat. Solche Initiativen sind schon früher in Japan, der Schweiz, Deutschland und den USA entstanden und haben sich seit den 80er Jahren rasant verbreitet. Dabei ist die Bewegung für Solidarische Landwirtschaft oder Community Supported Agriculture (CSA) eng verbunden mit der Bewegung für Ernährungssouveränität, die weltweit für ein Recht auf gute Nahrung für alle und faire Bedingungen für die Bäuer_innen steht.

 

Die Nyéléni Bewegung steht auch in Österreich für eine aktive Vernetzung von Initiativen für eine Landwirtschaft und Ernährungspolitik, die den Menschen dient und nicht den Konzernen. Das europäische Forum für Ernährungssouveränität, das 2011 in Krems stattgefunden hat gab den Anstoß für viele weitere Veranstaltungen und Vernetzungstreffen. So ist auch das Solawi-Treffen für Solidarische Landwirtschaft in Köflach ein weiterer Meilenstein in der Bewegung für Ernährungssouveränität. Es findet gerade in dem Jahr statt, wo sich das Nyéléni Forum zum 5. Mal jährt und kurz nachdem in Rumänien das zweite europäische Forum für Ernährungssouveränität stattfand.

 

Programmzusammefassung

Eingeleitet wird die Veranstaltungsreihe am Donnerstag, 10.11. mit der Filmpremiere von „Bauer Unser“ – ein Dokumentarfilm über die Situation der österreichischen Landwirtschaft in der Wachstumskrise (https://www.filmladen.at/bauer.unser)

 

Am Freitag, 11.11. Findet ein Intensivkurs für Solidarische Landwirtschaft im Kunsthaus Köflach statt – Anmeldung gerne noch möglich!. Am Abend wird der Film „Die Strategie der krummen Gurke“ gezeigt. Von 18-19 Uhr stellen sich bei Brot und Wein Initiativen für solidarische Landwirtschaft vor. Nach der Filmvorführung gibt es Gelegenheit mit Klaus Strüber, Patrick Huiber und allen Anwesenden über die Zukunftsfähigkeit solidarischer Landwirtschaft zu diskutieren.

 

Der Samstag, 12.11. steht ganz im Zeichen des Austauschs und der Vernetzung von Mitgliedern, Höfen und Gründer_innen, die solidarische Landwirtschaft betreiben wollen.

 

Am Sonntag, 13.11. besichtigen wir den Demeterhof Edler und sprechen bei einem Brunch über die gemeinsamen Wurzeln der solidarischen Landwirtschaft mit der biodynamischen Landwirtschaft.

Kontakt

Zukunft (er-)leben

Lisa Münzer

Mail: zukunft.erleben@gmx.at

 

Telefon: 0664 2033931

Ernährungssouveränität

Stephan Pabst

Mail: solawi@ernaehrungssouveraenitaet.at

Telefon:06801484664


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